Ergebnisdokumentation zur
Fachtagung in der Kindertagespflege:

Ich bin Tagesmutter/Tagesvater –
und was noch?!

am 19.09.2009

im Haus des Dt. Gewerkschaftsbundes, in Mainz, Kaiserstr. 26  (als PDF)


 

Inhaltsverzeichnis

Fachtagung: „Ich bin Tagesmutter/Tagesvater…- und was noch?!
Am 19. Sept. 2009 im Haus des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Mainz

 
 

Eröffnung und Begrüßung: Dorothea Frey, LAKITA

 
     
 

Grußwort: Karen Schönenberg, MBWJK, Rheinland-Pfalz

 
 

Fachvortrag

 
 

Impulsvortrag: Dr. Eveline Gerszonowicz

„Professionalität in der Kindertagespflege unter Berücksichtigung der
aktuellen Rahmenbedingungen“

Kindertagespflege als die bessere Wahl zur Betreuung von Kleinkindern

Die Betreuungsqualität von Tagesmüttern und –vätern in der Erziehung und Bildung

Welche politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen brauchen qualifizierte Tagespflegepersonen?

 
 

Arbeitsgruppen:

 
 

A)  Mut zur Kindertagespflege

  • Wie können wir zusammen etwas für die Kindertagespflege erreichen?
  • Wie können wir eine Initiative/einen Verein gründen?
    • Welche Aufgaben kommen auf mich zu?

Dokumentation der Ergebnisse: Annika Schmitt

 
 

B)  Betriebswirtschaft in der Kindertagespflege

  • Kindertagespflege als Beruf oder Nebenerwerb?
  • Welche Kosten muss ich für den Betrieb der Kindertagespflege einkalkulieren?
  • Welche Einnahmen kann ich erzielen?
  • Was bleibt unterm Strich finanziell übrig?

Dokumentation der Ergebnisse: Christine Roth-Sager

 
 

C)  Ich möchte Kindertagespflege gemeinsam mit anderen Tagesmüttern anbieten?

  • Welche Formen der Vernetzung und Zusammenarbeit sind vorstellbar?
  • Welche Möglichkeiten gibt es dazu in Rheinland-Pfalz?
  • Welche besonderen rechtlichen Fragen ergeben sich?

Dokumentation der Ergebnisse: Dorothea Frey

 
 

D)  Mein Profil als Tagesmutter und Tagesvater

  • Wie manage und sichere ich Qualität in der Kindertagespflege?
  • Wie muss ich ggf. mein Angebot verändern, um meine Arbeit in der Kindertagespflege professioneller anbieten zu können?
  • Wie werbe ich effektiv für meine Tagespflegestelle?

Dokumentation der Ergebnisse: Frauke Huschke

 
 

Dank

Wir danken dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur für die freundliche Unterstützung dieser Fachtagung.

 
     
     
     

Ergebnisse der Arbeitsgruppe A
Thema: Mut zur Kindertagespflege

Leitfragen:

Wie können wir zusammen etwas für die Kindertagespflege erreichen?
Wie können wir eine Initiative / einen Verein gründen?
Welche Aufgaben kommen auf mich zu?

In der Gruppe lag der Focus zuerst auf der Frage, aus welcher Motivation heraus Zusammenschlüsse von Tagespflegepersonen entstehen:

Ebenso ging es darum, welche Formen diese Zusammenschlüsse haben können:

Mögliche Angebote dieser Zusammenschlüsse:

Wie und wo können interessierte Tagespflegepersonen gefunden werden:

Bei Unklarheiten zur Vereinsgründung kann Hilfe beim Landesverband angefragt werden.

Gez. Annika Schmitt
Ergebnisse der Arbeitsgruppe B
Thema: Betriebswirtschaft in der Kindertagespflege (KTP)

Leitfragen:

KTP als Beruf?
Welche Kosten muss ich für den Betrieb der KTP einkalkulieren?
Welche Einnahmen müsste ich erzielen?
Was bleibt unterm Strich finanziell übrig?
Wie sind die Zukunftsperspektiven?

Diese Arbeitsgruppe stieß auf große Resonanz bei den Teilnehmerinnen. Die 28 anwesenden Frauen gaben einen kurzen Einblick in ihre Situation vor Ort:

Umfrage unter den Teilnehmerinnen

Steuer und Sozialversicherungen

Anhand von Rechenbeispielen konnte die neue Regelung der Steuer- und Sozialversicherungen aus der Praxis heraus erklärt werden. Dies führte zu folgenden Ergebnissen:

Mit welchen Ausgaben muss ich als Tagesmutter rechnen?

Die Teilnehmerinnen stellten einen Katalog mit Betriebsausgaben zusammen. Es entstehen ihnen Kosten für:

Es stellte sich bei der Auflistung der Ausgaben heraus, dass viele der Anwesenden noch nicht über das Investitionsprogramm bzw. den Gerätepool der Jugendämter informiert waren.

Wie hoch müsste mein Stundenlohn sein, um davon existieren zu können?

Es erfolgte eine kontrovers geführte Diskussion: ein Stundenlohn zwischen 5,50€ (Bundesverband) und 8€ wurde gefordert

Im Anschluss daran ergab sich eine rege Diskussion über die 2010 geplante Beitragsfreiheit für die Zweijährigen. Die Anwesenden stellten das Wunsch - und Wahlrecht der Eltern in Frage, da unterschiedliche finanzielle Rahmenbedingungen für die Kitas und die KTP herrschen.

Es wird befürchtet, dass sich die Kindertagespflege zu einer rein ergänzenden Betreuung für die öffentlichen Einrichtungen entwickelt. Der Großteil der Anwesenden ist mit einer Beschränkung der Kinderbetreuung auf die Randzeiten nicht zufrieden und fordert die Gleichstellung der finanziellen Bedingungen von Kitas und Kindertagespflege.

Was reizt mich an der Aufgabe, warum möchte ich hauptberuflich tätig sein?
Die Antworten der Teilnehmerinnen auf diese Frage:

Kritische Sicht auf die Zukunftsperspektive

Gez. Christine Roth-Sager

Ergebnisse der Arbeitsgruppe C
Thema: Ich möchte Kindertagespflege gemeinsam mit anderen Tagesmüttern anbieten

Leitfragen:

Welche Formen der Vernetzung und Zusammenarbeit sind vorstellbar?
Wunschliste: Formulierung aller denkbaren Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Im Folgenden wird im Arbeitsgruppenbericht im Sinne der besseren Lesbarkeit von Tagesmüttern berichtet, die Arbeit von Tagesvätern ist jedoch gleichermaßen angesprochen.

Folgende Kooperationsformen werden bereits an verschiedenen Orten in RLP umgesetzt:

Folgende Wunschvorstellungen von Kooperationen wurden genannt:

Fazit:

Die 25 Teilnehmerinnen in diesem Workshop nennen folgende grundlegenden Vorteile für eine Zusammenarbeit von zwei oder mehreren Tagesmüttern:

Welche Möglichkeiten gibt es dazu in Rheinland-Pfalz?

In Rheinland-Pfalz können sich bisher mehrere Eltern in Elterninitiativen zusammenschließen und in angemieteten Räumen Kinder gemeinsam mit Fachkräften im Sinne von Kindertagesstätten (Erzieherinnen) betreuen. Hier kann eine sogenannte Betriebserlaubnis Light beim Landesjugendamt RLP beantragt werden. Es wird immer der Einzelfall vom zuständigen Landesjugendamt geprüft.

Ungelöste Fragen für den Themenspeicher:

Einige im Rahmen der Fachtagung geäußerten Eindrücke von Teilnehmerinnen:

Fazit:

Die Möglichkeit der Zusammenarbeit von Tagesmüttern in eigenen oder angemieteten Räumen würde die Kindertagespflege in RLP einen großen Schritt weiter bringen, in Richtung der geforderten Professionalisierung und Schaffung eines eigenen Berufsbildes.

Gez. Dorothea Frey

Ergebnisse der Arbeitsgruppe D                img925.jpg
Thema:  Mein Profil als Tagesmutter und Tagesvater

Leitfragen:
Wie manage und sichere ich die Qualität in der Kindertagespflege?
Wie muss ich ggf. mein Angebot verändern, um meine Arbeit in der Kindertagespflege professioneller anbieten zu können?
Wie werbe ich effektiv für meine Kindertagespflegestelle?

Theoretischer Input zur Qualitätssicherung in der Kindertagespflege
Die Tagespflegeskala (TAS) ist ein Instrument zur Feststellung und Unterstützung pädagogischer Qualität in der Kindertagespflege. Sie wurde an der Freien Universität Berlin von Wolfgang Tietze, Janina Knobeloch und Eveline Gerszonowicz (Gastreferentin der Fachtagung) auf der Grundlage der Family Day Care Rating Scale entwickelt. Die TAS komplettiert damit die vierteiligen Skalenserie (KRIPS, KES und HUGS) zur Einschätzung der pädagogischen Qualität in Institutionen für Kinder im Alter von 0 - 6 Jahren und kann einen Beitrag für eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Kindertagespflegepersonen, Eltern und Jugendamt in dieser familiennahen Betreuungsform leisten.

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Tagespflegeskala, Tietze et al. Beltz-Verlag (2005)

Für die Kindertagespflegepersonen bietet die TAS die Möglichkeit, an Hand der 35 Merkmale, die in sechs übergeordneten Bereiche zusammengefasst sind, eine Bestandsaufnahme ihrer aktuellen Situation zu machen. Die Auswertung mit einer Analyse der Stärken und Schwächen bietet die Grundlage für Veränderungen und Weiterentwicklungen.

Weitere Informationen zur Tagespflegeskala und ihrem Einsatz sind zu finden unter: http://www.socialnet.de/rezensionen/2987.php und http://www.mbjs.brandenburg.de.

Die Teilnehmerinnen berichteten über ihre Situation vor Ort und ihr aktuelles Thema, mit dem sie zu dieser Fachtagung gekommen waren. Es entstand ein intensiver Informations-

austausch über bereits bestehende, bewährte und noch zu entwickelnde und zu installierende Strukturen zur Qualitätssicherung, sowie über unterschiedliche Varianten von Angeboten und Werbestrategien, die das besondere Profil der Kindertagespflegeperson wiederspiegeln.

Eine erste Sammlung von Internetadressen und Links:

http://www.lakita-rlp.de/
http://www.tageseltern-vp.de/
http://www.tagesmuetter-bundesverband.de
http://www.kinderschutzbund.de
http://www.hessisches-tagespflegebuero.de
http://www.handbuch-kindertagespflege.de/allgemein/dok/1.php
http://www.laufstall.de
http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/Service/themen-lotse,thema=thema-kinderbetreuung.html
http://www.vorteil-kinderbetreuung.de/allgemein/dok/6.php
http://www.familien-wegweiser.de/
www.dji.de
http://www.vorteil-kinderbetreuung.de/a_z_kinderbetreuung/dok/28.php
http://www.bildungsserver.de
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Kindertagesbetreuung.html
http://www.kindertagesbetreuung.de/
http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst/hs.xsl/prj_16856.htm
http://www.lernen-foerdern.de/cms/
http://www.lernfoerderung.de/loader/schule/lernen/lernseiten/home.html
http://www.bff-nbg.de/indexj.php3?sei=http://bff2-nbg.de/cms/Auf-den-An.694.0.html
http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_55208/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Familie__und__Kinder/Kinderbetreuung/Tagespflege__Rechenbeispiel.html
http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/Politikbereiche/kinder-und-jugend,did=112346.html
www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de
http://www.stmas.bayern.de/kinderbetreuung/bep/index.htm
http://www.vorteilkinderbetreuung.de/fuer_muetter_vaeter/formen_der_kinderbetreuung_in_deutschland/kindertagespflege/dok/128.php
Gez. Frauke Huschke